Ausstellung 'CALEIDOSCOPE', Speicher Erfurt

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Am 29. Mai 2016 war die Vernissage zu meiner Einzelausstellung “CALEIDOSCOPE” im Speicher Erfurt. Es ist die erste Ausstellung, welche die gesamte Bandbreite meiner bisherigen Arbeiten zeigt. Bisher hatte ich nämlich nur Raytracing-Grafiken gezeigt. Die technische Bandbreite erstreckte sich nun von abstrakten geometrischen Strukturen, Mehrfachreflexionen aus einer virtuellen Perspektive, Ergebnissen zellulärer Automaten, digitale und analoge Collagen bis hin zu Fraktalen.

ca|léi|dos|co|pe [kaleidɔskɔp] (frz.), Substantiv (m),

  1. ein Spielzeug, in dem sich bunte Glassteine befinden, die man durch Drehen bewegen kann, so dass durch sich verändernde Spiegelungen stets neue Muster erscheinen, gehäuft,
  2. ein bunter Wechsel verschiedener Bilder, Eindrücke, Objekte o. Ä.

Die Herausforderung war dabei, das Verschiedene unter einen Hut zu bringen und den Besuchern meine Faszination für mathematische Strukturen und damit verbundene, teilweise selbst entwickelte Techniken nahezubringen. Da fiel mir besagtes Kaleidoskop ein – und die Bedeutung passte wie den Arsch auf den Eimer: Einerseits die Mehrfach-Reflexion – oder im Übertragenen Sinne Iteration – um immer neue Muster zu erzeugen und die Bedeutung als “bunter Wechsel” andererseits. Als der Titel für mich fest stand, war die Plakatgestaltung auch schnell erstellt.

Ich beschäftige mich sowohl mit Fotografie als auch mit den kreativen Möglichkeiten, die mir ein Computer bei Simulationen als Werkzeug bietet, schon sehr lange. Dabei entstanden im autodidaktischen Fluss Synergien aus realen und virtuellen Welten, aus digitalen und analogen Prozessen und mit zweidimensionalen und dreidimensionalen Resultaten. Auch nach über 20 Jahren macht es mir Spaß, mit dem mir zur Auswahl stehenden technischen Verfahren zu experimentieren, diese zu mischen und daraus etwas Neues zu entwickeln.

Laudator Lutz Schellenberg spannte in seiner Rede den Bogen von abstrakten Algorithmen über die Simulation von Fotografie via Raytracing bis hin zur Natur, deren komplexe, ästhetische Formen auf mathematischen Regeln wie die Fibonacci-Reihe oder den goldenen Schnitt basieren.

Danach gabs nach ANNAKRAM-Manier auch ein kleines Buffet mit Schnittchen und Kuchen. Sekt und Saft gingen aufs Haus. Die Ausstellung war nicht nur bis zum 25. Juni 2016 zu sehen, wie es auf dem Plakat steht, sondern insgesamt ganze 7 Wochen – bis Mitte Juli. An dieser Stelle vielen Dank an Volker Nienstedt und dem Team des Speichers Erfurt für die großzügige Unterstützung! Schön war’s!

Hier gibt es noch einen kleinen Rundgang durch die Ausstellung:

Auch nach der Verlängerung kam dann doch die Zeit, Platz zu machen für die nächste Ausstellung. Vor dem Abbau habe ich noch einmal alles fotografiert, wie es hängt, wo es steht und im Zusammenspiel mit dem rustikalen Ambiente des Speichers Erfurt. Diese Ausstellung zu machen war eine schöne Erfahrung, und ich danke allen Besuchern für Lob und Hinweise mündlich oder im Gästebuch, für die interessanten Gespräche die sich im Zusammenhang damit ergaben.

 

Fraktale

Zeichnungen und Collagen

Algorithmisch generierte Bilder

Mixed Media

Raytracing

Objekte

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