Vor ein paar Tagen hatte ich mir zur Verwendung an meiner kompakten Sony Alpha α6300 ein neues Fischaugen-E-Mount-Objektiv gegönnt: Ein 4mm F2.8 Fisheye Ultra Wide Angle von 7Artisans. Das hat nicht nur einen 180°-Blickwinkel, sondern ganze 225°. Die letzten Fischaugen-Aufnahmen machte ich 2021 mit der Canon EOS 500D und der Weitwinkel-Vorsatzlinse 0,21X von Vivitar. Diese Vorsatzlinse wird vor ein Objektiv geschraubt und reduziert damit die Brennweite auf das 0,21fache. Zusammen mit meinem 24 mm Festbrennweiten-Objektiv kam ich also auf rund 5 mm, was in etwa einem Öffnungswinkel von ca. 170° entspricht. Das neue Objektiv hat etwa 4 mm Brennweite und ist dabei viel kürzer.
Am 29. Mai war ich in Erfurt unterwegs und exemplarisch verwende ich zwei der entstandenen Aufnahmen, um daraus ein 360 Grad Panorama zu bauen. Dabei bemerkte ich, dass das Objektiv bei einem Öffnungswinkel mehr als 180° tatsächlich »zurück guckt«, was dazu führt, dass meine Hände zu sehen sind, welche die Kamera halten. Das Problem lässt sich später sicher mit einer anderen Halterung oder dem Verwenden eines Stativs minimieren.
Für das Zusammenstellen von Panoramen aus mehreren Bildaufnahmen habe ich mir die Open-Source-Software Hugin heruntergeladen und installiert. Das kommt auch mit Fischaugen-Aufnahmen klar, welche mehr als 180° umfassen. Heraus kommt jeweils ein 360-Grad-Rechteck-Bild im 2:1‑Verhältnis. In Hugin ist es nicht möglich, mehrere Bilder zu überlagern welche mehr als die Hälfte der gedachten Kugel abdecken.
So habe ich die beiden Teile einzeln mit Hugin in dieses Rechteck-Panorama-Format exportiert und das Zusammensetzen mit Adobe Photoshop händisch vorgenommen. So bin ich vorgegangen:
Sicher ist der Workflow noch etwas umständlich und an das Retuschieren der Artefakte wollte ich hier nicht so viel Zeit investieren. Technisch gesehen kann es sich aber sehen lassen.
360°-Betrachter: Mit der gedrückten Maustaste bzw. mit dem Finger lässt sich hier der Blickwinkel ändern.